Krebsvorsorge

Sie ist in den Richtlinien über die Früherkennung von Krebserkrankungen festgelegt. Sie umfaßt:

  • ab 20. Lebensjahr:
    • gezielte Anamnese
    • Blutdruckmessung
    • Krebsabstrich vom Muttermund
    • gynäkologische Tastuntersuchung
  • ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich:
    • Tastuntersuchung der Brust
    • Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust
    • Inspektion der Haut
  • ab dem 50. Lebensjahr zusätzlich
    • Tastuntersuchung des Enddarms
    • Testbriefchen auf okkultes Blut im Stuhl
  • ab dem 55. Lebensjahr nach Wahl
    • Komplette Darmspiegelung

Ergeben diese Untersuchungen das Vorliegen oder den Verdacht auf das Vorliegen einer Krankheit, so soll der Arzt dafür sorgen, daß eine weitergehende, gezielte Diagnostik und ggf. Therapie durchgeführt wird.

Sie sehen auf den Diagrammen, daß bis auf den Krebs des Gebärmutterhalses alle Krebsarten mit dem Alter deutlich häufiger werden. Es gibt alse kein Alter, ab dem die Krebsvorsorge nicht mehr sinnvoll ist! Im Gegenteil, da das Risiko mit dem Alter zunimmt, solte um so mehr auf die regelmäßige Krebsvorsorge geachtet werden. Wir erinnern Sie gerne an diesen jährlichen Termin.

Brustkrebs-Vorsorge

Brustkrebs ist der häufigste Krebs der Frau. Und die Häufigkeit steigt wie in allen anderen Ländern der EU weiter an. In Deutschland erkranken jährlich nahezu 46.000 Frauen, davon etwa 17.000 im Alter unter 60 Jahren. Fast jede zehnte Frau bekommt im Laufe ihres Lebens Brustkrebs! Ein Viertel dieser Frauen stirbt an ihrem Brustkrebs.

Wie die Grafik zeigt, ist Brustkrebs eine altersabhängige Erkrankung. Das Risiko nimmt mit steigendem Alter deutlich zu, alle anderen Risikofaktoren (familiäre Belastung, Anzahl der Kinder, Hormoneinnahme, Ernährung ...) treten dagegen in den Hintergrund.

Auch die beste ärztliche Vorsorge kann Brustkrebs nicht verhindern. Das Ziel ist also, den Krebs so früh zu entdecken, daß er heilbar ist. Screening-Programme (Reihen-Untersuchungen bei Gesunden) in anderen Ländern belegen, daß die Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 70 Jahren durch regelmäßige Mammographien gesenkt werden kann.

Eine Senkung um 25 % bedeutet: Ohne Mammographie-Screening sterben in 10 Jahren 4 von 1000 Frauen der Altersgruppe 50 - 70 an Brustkrebs. Mit regelmäßiger Mammographie sterben 3 Frauen. Es profitiert also eine von Tausend Frauen vom Screening: sie stirbt nicht an Brustkrebs!

Jetzt hat das Mammographie-Screening im Bereich Münster / Coesfeld begonnen. Die Zentrale Stelle bei der Kassenärztlichen Vereinigung Wesfalen-Lippe lädt alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle 2 Jahre zu einer Röntgenuntersuchung der Brüste ein. Untersuchungseinheiten sind in Coesfeld und in Münster.

Screening bedeutet "Sieben": gesunde Menschen werden untersucht, ob sie Hinweise auf eine Erkrankung zeigen. Unabhängig von Vorgeschichte, Beschwerden, Familienanamnese oder anderen Hinweisen. Brustkrebs kann man am besten mit einer Mammographie, also einer Röntgenaufnahme der Brüste in je 2 Ebenen feststellen. Darum wird zum Screening die Mammographie genutzt. In der Untersuchungseinheit werden die Aufnahmen gemacht. Die Frau sieht dort keinen Arzt. Sie wird auch nicht untersucht!

Zwei Ärzte sehen sich die Bilder unabhängig voneinander an. Sind beide der Auffassung, daß kein Hinweis auf Brustkrebs vorliegt, ist die Screening-Untersuchung unauffällig. Die Frau bekommt dann innerhalb von 7 Tagen Bescheid. Wenn sie ihren Frauenarzt bei der Untersuchung angibt und der Weitergabe der Befunde zustimmt, bekommt auch der Frauenarzt eine Nachricht.

Sind sich die Ärzte nicht einig, entscheidet ein dritter Arzt. Bei Auffälligkeiten wird die Frau innerhalb einer Woche zu einer Abklärung eingeladen. Dies ist bei ca. 5 - 7 % der untersuchten Frauen der Fall. Dann wird mit Untersuchung, Ultraschall und ggf. einer Gewebsprobe eine Diagnose gestellt. In den meisten Fällen wird hierbei kein Krebs festgestellt!

Wenn doch Brustkrebs festgestellt wird, wird der Befund mit der Frau besprochen. Zu diesem Gespräch sollte sie auf jeden Fall eine Vertrauensperson mitnehmen. Anschließend sollte sie mit ihrem Frauenarzt besprechen, wo die Therapie am besten durchgeführt wird.

Dieses Screening wird von den Krankenkassen bezahlt. Im Rahmem der normalen Krebsvorsorge beim Frauenarzt gibt es also keine Möglichkeit mehr, die Frau zu einer "Vorsorge-Mammographie" zu schicken. Die gab es zwar rechtlich bisher auch nicht, sie wurde aber doch häufig durchgeführt. Ab 2005 müssen die Frauen also auf die Einladung zur Mammographe warten! Sie können Sich aber ggf. selbst einladen. Wenden Sie sich an die "Einladende Stelle" Tel: 0251 / 929 5000

Weitere Hinweise:
KV Westfalen-Lippe.
Referenzzentrum Münster
Mammographie online
Informationen zum Screening

Ich kann Sie also nur noch zur Mammographie schicken, wenn ich den Verdacht auf eine Erkrankung habe oder besondere Risiken vorliegen. Für Frauen unter 50 ist der Effekt der Mammographie auf Vermeidung von Todesfällen noch nicht belegt. Regelmäßige Aufnahmen werden darum nicht empfohlen.

Gibt es denn keine anderen Möglichkeiten?

Doch – die wichtigste ist die Selbstuntersuchung der Brust. Noch immer werden die meisten Brustkrebse von der Frau selber entdeckt. Ich rate darum dazu, einmal im Monat, nach der Regel, die Brust abzutasten. Wenn Sie die Pille nehmen, immer bei Beginn des neuen Streifens. Sie gewinnen ein Gefühl für Ihre Brust und würden Veränderungen feststellen. Denen geht man dann nach.

Auch die Ultraschalluntersuchung ist eine sehr gute Methode. Ich mache sie dann, wenn ich etwas taste. Insbesondere die gutartigen Befunde in der Brust (Zysten, Fibroadenome) lassen sich sehr gut darstellen. Auch Krebse ab 5 mm sollte man erkennen. Aber – die frühen Veränderungen, insbesondere Verkalkungen (gruppierter Mikrokalk) sind nicht darstellbar. Die Sonographie kann die Mammographie deshalb nicht ersetzen! Da gerade bei jungen Frauen aber die gutartigen Befunde viel häufiger sind, kann man mit der Sonographie hier viel Angst nehmen.

Darum biete ich die Ultraschall Untersuchung der Brüste auch als Selbstzahlerleistung an.

Andere Untersuchungen, wir die Kernspintomographie der Brüste, sind sehr aufwendig und darum für die Routine noch nicht geeignet.

Hilfe, ich taste einen Knoten – meine Brust tut weh

90 % aller Knoten sind gutartig! Nur jeder zehnter Knoten in der Brust ist Brustkrebs! Gerade bei jüngeren Frauen kommen gutartige Knoten (s.o.) und hormonelle Störungen mit Verdichtungen der Brust viel häufiger vor. Brustkrebs tut auch nicht weh!
Dennoch sollte man solchen Befunde abklären. Per Abtasten der Brüste und Achselhöhlen, per Ultraschall und ggf. auch per Mammographie. Manchmal sind auch Blutwerte sinnvoll, z.B. bei Austritt von Flüssigkeit aus den Brustwarzen.

Krebsvorsorge am Muttermund (Zervixkarzinom)

Was ist der Gebärmutterhals?

Der Gebärmutterhals (Zervix) ist der untere Teil der Gebärmutter (Uterus), der sie mit der Vagina (Scheide) verbindet. Der Gebärmutterhals verändert sich im Laufe des Lebens einer Frau (Pubertät, Schwangerschaft, Menopause usw.). Zwischen dem äußeren Teil des Gebärmutterhalses (Ektozervix) und dem inneren Teil (Endozervix) liegt ein sehr empfindlicher Bereich, in dem beide Teile ineinander übergehen. An dieser Stelle bilden sich die meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs.


Seit über 30 Jahren wird mit regelmäßigen Abstrichen vom Muttermund nach Frühveränderungen des Muttermundes gesucht. Durch diese Untersuchung konnte die Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebses deutlich gesenkt werden. Im Vergleich zum Brustkrebs (siehe oben), ist die Häufigkeit deutlich geringer. Allerdings sind auch schon jüngere Frauen betrofen.

Bei der Vorsorgeuntersuchungen wird der Muttermund mit dem Spekulum eingestellt und beurteilt. Mit einem Spatel oder speziellen Bürsten werden dann Zellen abgestrichen. Dieser Abstrich wird nach Papanicolaou gefärbt und vom Zytologen untersucht.

Der PAP-Abstrich

Die Einteilung des Abstriche erfolgt in 5 Gruppen (Münchner Nomenklatur III 2014). In Kurzform spricht man von PAP I bis PAP V:

Gruppe

Bedeutung - weiteres Vorgehen

PAP I

Unauffällige und unverdächtige Befunde.

Normale jährliche Krebsvorsorge

PAP II

Befunde mit eingeschränktem protektivem Wert.
Leichte Zellveränderungen beim Plattenepithel (p), Drüsenepithel (g) oder von Endometriumzellen (e)

Zytologische Kontrolle nach 3-6 Monaten

PAP III

Unklare oder zweifelhafte Befunde beim Plattenepithel (p), Drüsenepithel (g) oder von Endometriumzellen (e)

kurzfristig Abstrichkontrolle, Kolposkopie, Abklärung.

PAP IIID1

Zellen einer leichten Dysplasie des Plattenepithels.

Abstrichkontrolle in 3-6 Monaten

PAP IIID2

Zellen einer mäßigen Dysplasie des Plattenepithels.

Abstrichkontrolle in 3 Monaten, Kolposkopie.

PAP IVa

Unmittelbare Vorstufen des Zervixkarzinoms.
Schwere Dysplasie des Plattenepithels (VIa-p) oder suspekte Drüsenzellen (IVa-g)

Gewebsprobe - Konisation

PAP IVb

Krebs nicht auszuschließen (IVb-p oder IVb-g).

Histologische Abklärung: Konisation

PAP V

Plattenepithelkrebs (p), Drüsenkrebs (g) oder Endomtriumkrebs (e)

Histologische Klärung und Behandlung des Krebserkrankung.

Sie können sich dieses INFO Blatt auch als PDF-Datei anzeigen lassen (und so auch ausdrucken).

Und was bedeutet das für mich?

Die Abstriche der Gruppe I sind völlig normal, es besteht kein Hinweis auf bösartige Veränderungen am Muttermund.
Bei Abstrichen der Gruppe II ist das nicht ganz sicher. Darum kontrolliert man in etwas kürzeren Abständen.
Bei Abstrichen der Gruppen IV und V besteht Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs. Es muß darum eine Klärung mit einer Gewebsprobe durchgeführt werden. Dies ist in der Regel eine Konisation. Dabei wird (ambulant, in Narkose) ein Kegel aus dem Muttermund geschnitten. Dies ermöglicht eine klare Diagnose. Außerdem ist der verdächtige Bezirk entfernt! Bei Krebsvorstufen, die im Gesunden entfernt wurden, reicht diese Operation aus. Regelmäßige Abstrichkontrollen schließen sich natürlich an.
Bei einem invasivem Gebärmutterhalskrebs muss die Operation zur Sanierung und ggf. eine Bestrahlung durchgeführt werden.

Glücklicherweise wird selten Krebs gefunden. Aber doch relativ häufig ein Abstrich der Gruppe PAP IIID1 oder PAP IIID2. Diese Befunde machen große Angst und sind auch schwer zu vermitteln:
Es liegen leichte oder mittelschwere Dysplasien der Zellen vor. Dysplasie meint eine Veränderung der Relation der Zelle zum Zellkern. Dies ist zunächst eine Reaktion auf mechanische, chemische oder infektiöse Angriffe auf die Zelle. Sie ist aber auch typisches Merkmal der Infektion mit HPV und der Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses. Sie macht auch keinerlei Beschwerden.
In den meisten Fällen (besonders bei Frauen unter 40 Jahren) geht diese Dysplasie von selbst wieder zurück. Nur in 3,2 % ist mit einen Karzinom zu rechnen! Darum kann man über eine längere Zeit unter 3-monatigen Kontrollen den Verlauf beobachten. Diese Beobachtung wird zusätzlich zum Abstrich auch mit Hilfe der Kolposkopie durchgeführt: dabei wird der Muttermund mit einem Vergrößerungsglas betrachtet. Sieht man hier besonders auffällige Stellen, kann man ggf. auch sofort eine kleine Knipsbiopsie durchführen (tut nicht weh, kann aber bluten).
Erst wenn der Befund über 2 Jahre bestehen bleibt, wird man eine Konisation durchführen. Damit ist die Veränderung meist ausreichend behandelt.

Die Rolle der HPV-Viren.

Man weiß heute, daß Gebärmutterhalskrebs nur entsteht, wenn eine Infektion mit bestimmten Typen von HPV Viren vorliegt. Diese Human-Papilloma-Virus Infektion wird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Bei sexuell aktiven jungen Frauen besteht eine Inzidenz bis zu 50 %! Das bedeutet, jede zweite Frau hat zeitweise eine HPV Infektion!
In über 80% der Fälle bildet diese sich innerhalb von 12 - 24 Monaten spontan zurück! Nur bei 20% bleibt die Infektion bestehen. Nur in 3-6% bildet sich nach durchschnittlich 15 Jahren ein Karzinom.
Die Infektion selbst kann man bisher nicht behandeln.


Also: bei erstmals aufgefallenem PAP III D1 oder III D2 gibt es keinen Grund zur Panik! Eine Entwicklung in bösartige Stadien dauert Jahre bis Jahrzehnte. Und meistens heilt alles von alleine wieder aus.
Nach dem ersten Schreck gilt es einen ruhigen Kopf zu bewahren und an die regelmäßigen Kontrollen zu denken. (Unsere Praxis erinnert Sie gerne).

Kann man denn gar nichts tun?

Doch - Raucherinnen können aufhören zu Rauchen. Denn bei Ihnen ist der Schleim an Gebärmutterhals anscheinend krebsförderlich. Aufhören beugt dem vor. Ansonsten gibt es keine Therapie.

Impfung gegen Papillomviren

Inzwischen kann man gegen eine HPV Infektionen impfen! Damit könne sich Mädchen und Frauen vor der Infektion und Gebärmutterhalskrebs schützen. Siehe auf meiner Impfseite.

Bei auffälligen Abstrichen ist aber nicht klar, ob die Impfung nutzt. Schaden tut sie sicher nicht. Eine druchgamchte Infektion ist auch kein Hindernis für die Impfung.

Verbesserungen der Krebsvorsorge

Ob spezielle Abstrichtechniken (Flüssigkeits- oder Dünnschicht-Technik) oder Computer-Auswertungen bessere Ergebnisse erbringen, wird im Moment erforscht. Die entsprechenden Frmen machen viel Reklame um diesen "besseren" Abstrich. Ich bin davon allerdings noch nicht überzeugt.

Auch ein Abstrich auf HPV wird von von vielen Seiten als die bessere Vorsorge angepriesen, in einigen Ländern ist er schon in die Routine-Versorgung integriert.
Ich sehe es immer noch kritisch. Wenn der Abstrich keine HPV Viren zeigt, kann man einen Krebs des Gebärmutterhalses fast sicher ausschließen. Auch für einige Jahre im voraus. Diese Frau hat durch den negativen Test also eine erhöhte Sicherheit.
Ist der Test aber positiv, werden also Human-Papilloma-Viren nachgewiesen, hat die Frau sofort große Angst. Denn sie hat ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhals-Krebs. Aber - auch dann heilt die Infektion in über 90 % von ganz alleine wieder aus. Bis dahin fühlt sich die Frau aber sehr krank. Die regelmäßigen Kontrollen (auch bei normalem PAP) sind dann sehr belastend.

Bei auffälligen PAP Abstrichen ist der HPV Test eine Leistung der Krankenkasse. Er kann helfen bei der Entscheidung, ob man noch abwarten kann oder doch schon z.B. eine Konisation oder bei älteren Frauen auch ggf. eine Entfernung der Gebärmutter durchführt.

Ansonsten ist auch der HPV Abstrich eine Selbstzahlerleistung, die ich auf Ihren Wunsch natürlich durchführe.

Darmkrebs-Vorsorge

Wie Sie an der Grafik oben gesehen haben, ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung der Frau. Schon lange wird darum im Rahmen der Krebsvorsorge mit Testkarten nach Blut im Stuhl gesucht. Wenn der Stuhltest auffällig ist, sollte der Dickdarm mit einer Darmspiegelung abgeklärt werden.

Test auf okkultes Blut im Stuhl

Der übliche Test ist allerdings fehleranfällig. Er kann z.B. auch durch tierisches Hämoglobin falsch positiv ausfallen und Sie so verunsichern. Für mehr Sicherheit biete ich darum auch einen Stuhltest an, der nur das menschliche Hämoglobin, also den roten Blutfarbstoff, anzeigt. Und das auch noch genauer, als es der Kartentest tut. Ihr Vorteil ist außerdem, daß Sie nur eine stuhlprobe nehmen müssen. Einen Stuhlfänger bekommen Sie von uns dazu. Diesen immunologische Test müssen Sie aber als Zusatzleistung selbst bezahlen. Er ist auch für den Partner geeignet. Denn Männer sind oft Vorsorgemuffel.

Darmspiegelung

Ab dem Alter von 55 Jahren soll eine Darmspiegelung durchgeführt werden. Ist diese unauffällig, wird sie nach 10 Jahren noch einmal wiederholt. Stuhlteste sind dann nicht mehr vorgesehen. Bei der Darmspiegelung werden Frühveränderungen im Darm erkannt und auch gleich entfernt. Die untersuchung ist nicht so unangenehm, wie sie oft beschrieben wird. Für viele Frauen ist der Tag davor, an dem der Darm geleert werden muß, viel unangenehmer.
Zur Darmspiegelung schicke ich Sie an Kollegen, die eine spezielle Qualifikation dafür haben. Auch Ihren Mann sollten Sie zur Darmspiegelung animieren, wenn er noch nicht war.

Sollten Sie nicht zur Damrspiegelung gehen, sind die Sthulbriefchen nur noch alle 2 Jahre vorgesehen. Ich rate Ihnen dennoch zu einem jährlichen Test, am bestem mit dem oben beschriebenen besseren Test.

Vorsorge vor Blasenkrebs

Der Krebs der Balse ist fast so häufig wie der Gebärmutterhalskrebs. Bisher ist keine Vorsorge vergesehen. Es gibt aber inzwischen einen Test, der Hinweise auf Blasenkrebs geben kann. Ich werde ihn demnächst auch anbieten.

Krebs der Gebärmutter

Krebs des Gebärmutterkörpers macht in den Frühstadien keine Beschwerden. Blutungen nach den Wechseljahren sind ein Symptom. Eine sichere Vorsorge ist bisher nicht möglich. Die Tastuntersuchung ist nicht sehr aussagefähig, insbesondere da auf die kräftigen Frauen betroffen sind. Die Ultraschallunterschung von der Scheide ist sehr sinnvoll, als Routine aber noch nicht im Programm. Andere Marker oder Tests gibt es bisher nicht. Bei Risiken sollten Sie darum eine Ultraschalluntersuchung als Zusatzleistung wählen.

Krebs der Eierstöcke

Für den Krebs der Eierstöcke gibt es auch noch keine etablierte Vorsorge. Der Ultraschall ist die einzige Möglichkeit, ihn dohc etwas früher zu erkennen.

Zur Zusammenfassung hier noch einmal die Häfigkeiten und die Altersverteilung der gynäkologischen Krebserkrankungen und des Darmkrebses: